Neue Informationen zu den Gebäuden auf dem Kirchbrink

Neue Informationen zu den Gebäuden auf dem Kirchbrink

Neue Informationen zu den Gebäuden auf dem Kirchbrink

# Berichte Kirchengemeinde

Neue Informationen zu den Gebäuden auf dem Kirchbrink

So lautete der Titel unserer Gemeindeversammlung vom 15.05.2025 im Gemeindehaus. Die Informationen dazu hier noch einmal zum Nachlesen.

Unsere Kirchengemeinde hat derzeit rund 2.100 Mitglieder. Projiziert auf das Jahr 2035 werden es dann, laut den derzeitigen Berechnungen, nur noch ca. 1.300 Mitglieder sein. Hauptursache dafür ist der demografische Wandel. Dazu kommen die Kirchenaustritte, wobei diese die Entwicklung nur geringfügig beeinflussen.

So schrumpft nicht nur die Zahl der Gemeindemitglieder, sondern auch die Zuweisungen der Kirchensteuer für unsere Gemeinde. Was die Gebäude angeht, so werden wir dafür künftig nur noch die Gelder vom Kirchenkreis erhalten, die der Größe der Gemeinde entsprechen. Bei den zu erwartenden 1.300 Gemeindemitgliedern stehen uns zwischen 105 und 120 m² zu. Unser Gemeindehaus hat mehr als 300 m². Alles, was über die Sollvorgabe hinausgeht, müssen wir für Reparaturen und laufende Kosten selbst tragen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Landeskirche in einer ihrer letzten Synoden beschlossen hat, dass die Gemeinden sich von 50% ihrer Gebäude trennen sollen. Es besteht also Handlungsbedarf, um auch bei den neuen Vorgaben für die Zukunft gerüstet zu sein.

Noch können wir die Änderungen selbst gestalten, bevor wir gestaltet werden. Darum macht sich das Presbyterium bereits seit mehreren Monaten seine Gedanken und hat für die Kirchengemeinde einen Plan entworfen, über den wir sehr lange nachgedacht und beraten haben. 

Ohne die Zustimmung der zuständigen Behörden, wie den Denkmalschutzämtern in Münster und Bünde, sowie mit der technischen Beigeordneten und dem Planungsausschuss der Stadt Bünde, kann auch der beste Plan nicht funktionieren. Darum haben wir uns mit allen Behörden bereits im Vorfeld abgestimmt und sind froh, dass wir endlich darüber reden können.

Ausgangslage:

  • Das Gemeindehaus ist bereits heute schon viel zu groß. In der Heizperiode müssen die Säle und Räume ständig einzeln aufgeheizt werden, damit die jeweilige Gruppe für 2 - 3 Stunden einen warmen Raum hat. Das geht auf Dauer ins Geld. Ein ständiger Heizbetrieb ist aufgrund der geringen Auslastung ebenfalls nicht sinnvoll. Abgesehen davon hat das Gemeindehaus einen nicht unerheblichen Sanierungsstau. Es bedarf diverser Reparaturen.
  • Die Kirche steht die ganze Woche leer. Während der Heizperiode muss bereits am Freitag angeheizt werden, damit die Gottesdienstbesucher es am Sonntag für rund 1,5 Stunden warm haben. In der Woche muss eine Mindesttemperatur gehalten werden, damit die Orgel nicht leidet. Kosten, die irgendwann nicht mehr tragbar sein werden.
  • Und dann ist da noch der alte Kindergarten, der mehr als marode ist und mit dem auch etwas passieren muss. Auf Dauer hilft uns der Leerstand nicht weiter.

Der Plan:

Gemeindearbeit und Kirche:

Wir gehen mit unserer Gemeindearbeit in die Kirche. Dafür wird die Kirche so umgestaltet, dass der Kirchraum multifunktional genutzt werden kann. Unter der Orgelempore entstehen, rechts und links vom Eingang 2 Räume für Besprechungen und für die Bürotechnik. Unterhalb der Empore auf der Taufsteinseite wird die Gemeindebücherei und ein Lagerraum untergebracht.

Die Kirchenbänke, sowie der Holzboden, werden im Kirchenraum komplett entfernt.

Der Boden wird eine Fußbodenheizung bekommen und komplett gefliest. Parallel werden im Boden Leerrohre für die Technik verlegt.

Statt Kirchenbänke werden wir künftig Stühle haben. Den Kirchenraum werden wir dann nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen unter der Woche genutzt.

Auf der Wiese an der Kirche wird ein Anbau errichtet, der die Küche (in der bisherigen Größe), die Toilettenanlage und einen kleinen Gruppenraum enthält. Auch wird es dort einen Technikraum (u.a. für eine Wärmepumpe) und ein kleines Lager für die Küche geben.

Zwischen Anbau und der Kirche wird es einen Eingangsbereich aus Glas geben, von dem man beide Gebäudeteile betreten kann. Um in die Kirche zu gelangen, wird eines der kleinen Doppelfenster zum Durchgang umgebaut.

Alter Kindergarten und Gemeindehaus

Das Gelände des alten Kindergartens und des Gemeindehauses werden überbaut. Dort soll das Dorfquartier am Kirchbrink entstehen. Es sind 4 Häuser vorgesehen, die sowohl Mietwohnungen als auch Eigentumswohnungen beinhalten sollen. Insgesamt sind 25 Wohnungen in den Größen von rund 51 m², 69 m² und 84 m² vorgesehen. Auf dem Gelände des Kindergartens handelt es sich um eine 2,5-geschossige und zum Pfarrhaus hin eine 1,5-geschossige Bebauung.

Die Praxis von Dr. Lorenz wird in eines der Gebäude an der Straße ziehen. 

Die Jugendarbeit des CVJM wird aus ihrem Kellerdasein befreit und einen eigenen Bereich, mit eigenem separatem Eingang, in einem der Gebäude in Richtung Pfarrhaus haben.  Für die Mitarbeitenden wird ein zusätzlicher Besprechungsraum im Souterrain geschaffen.

Die Vermarktung der Gebäude soll das planpluswerk GmbH & Co. KG übernehmen. Weitere Informationen dazu können Sie dort bei Herrn Kremer erhalten.

Mit diesem Plan setzen wir uns räumlich so klein wie möglich und haben trotzdem genügend Platz für alle Veranstaltungen. Sicherlich wird es eine Umgewöhnungsphase für uns alle geben und auch noch die ein oder andere Herausforderung. Nur gemeinsam können und werden wir diese große Veränderung schaffen.

Mit der Errichtung des Wohnquartiers kommt neues Leben auf dem Kirchbrink und der neue Anbau soll zusätzlich zentraler Treffpunkt des Quartiers und natürlich anderer Vereine werden.

Finanziell schaffen wir uns Sicherheit, da die Grundstücke für das Quartier auf Erbpacht vergeben werden. Die dadurch generierten Einnahmen helfen uns auch in der Zukunft die Gebäude unterhalten zu können.

Die Kirche bleibt im Dorf und wird lebendiger als je zuvor. 

Für das Presbyterium

Thomas Diekmann

(Im Gemeindehaus hängen detaillierte Grafiken und Bilder, die einen Eindruck über die vorgesehenen Baumaßnahmen geben)

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