„Wie wird das denn mit Weihnachten?“ So oder ähnlich werde ich immer häufiger gefragt. Eigentlich ist Weihnachten feiertechnisch ja eine klare Angelegenheit. So, wie es schon seit langem in den Familien praktiziert wird. Aber so ist es in diesem Jahr ja nicht. Denn diesmal ist ein ungebetener Gast dabei, den wir auch bis zur Bescherung ganz sicher nicht loswerden. Mit Corona müssen wir bis dahin nun mal leben und irgendwie umgehen. Auch in der Kirche. Deshalb ist die Frage, wie wir uns das in der Kirchengemeinde vorstellen, auch durchaus berechtigt. Klar ist auf jeden Fall, dass es ganz anders sein wird als in den vergangenen Jahren. Klar ist auch, dass wir in der Kirche nur eine begrenzte Anzahl von Sitzplätzen haben, nämlich 150. Und wenn wir dann auch noch in der Kirche singen wollen, dann müssten wir die Plätze noch viel stärker begrenzen und kämen nur noch auf 50. Wie soll das am Heiligabend denn wohl gehen? Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dann in der Kirche zu stehen, den Weihnachtsbaum zu betrachten und am Ende des Gottesdienstes, während die Lichter ausgehen, nicht „O, du fröhliche“ zu singen. Und wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, kein vollständiger Gesangsmuffel sind, dann ist das für Sie sicherlich auch kein schöner Gedanke.

Wir müssen also irgendwas anderes machen und deshalb hat sich das Presbyterium entschlossen, zur Hauptgottesdienstzeit am Heiligabend, also zwischen 15.00 und 19.00 Uhr, gar keinen Gottesdienst in der Kirche stattfinden zu lassen.

Stattdessen wollen wir uns mit der Weihnachtsgeschichte, Krippe, Liedern und Musik auf einem Treckeranhänger durch das Dorf bewegen. An verschiedenen Stellen laden wir ab 15.00 Uhr zu einer kleinen weihnachtlichen Veranstaltung im Freien ein. Es wird keine Sitzplätze geben und auch für alle Besuchenden kein Dach über dem Kopf. Aber wir wollen trotzdem weihnachtliche Stimmung zu den Menschen bringen und natürlich auch die frohe Botschaft, dass Gottes Sohn auf die Erde gekommen ist. Das wird dann jeweils höchstens eine halbe Stunde dauern und dann wird es an einer anderen Stelle weitergehen. Treffpunkte werden voraussichtlich um 15.00 Uhr der Parkplatz am Friedhof in Dünnerholz, um 16.30 Uhr der Parkplatz am Sportplatz und um 18.00 Uhr der Platz an der Kirche sein.

Gottesdienst in der Kirche hoffen wir dann am Heiligabend um 22.30 Uhr und an den weiteren Feiertagen feiern zu können. Mit der begrenzten Teilnehmerzahl von 150 Personen oder evtl. auch nur 50. Das wird von dem jeweiligen Infektionsgeschehen abhängen und kann zur Zeit überhaupt nicht vorhergesagt werden. Dabei muss beim Betreten der Kirche und beim Ausgang eine Maske getragen werden und es müssen sich alle mit einer Sitzplatznummer eintragen.

All das kann sich aber auch noch komplett ändern. Deshalb informieren Sie sich bitte aktuell in der Presse oder auf dieser Homepage.

Carsten Fiefstück