Sommersammlung der Diakonie 2022

Erstellt am 16.05.2022

Einblicke in die Arbeit des Diakonischen Werkes im Evangelischen Kirchenkreis Herford e.V.

Kinder und Jugendliche – Wie die Coronapandemie den Alltag verändert

Die aktuelle Situation ist eine Herausforderung für alle: die Schulen waren geschlossen, Homeoffice und Homeschooling prägten den Alltag. Gerade für Kinder und Jugendliche fielen neben dem Schulalltag viele Freizeitaktivitäten weg. Freunde und Freundinnen konnten nicht mehr getroffen werden. Die Folgen der Pandemie sind nicht abzusehen. Besonders Eltern zeigen sich besorgt über den Medienkonsum ihrer Kinder.

Frau M. ruft in der Beratungsstelle des Diakonischen Werkes in Herford an. Der Medienkonsum ihres Sohnes sei derart gestiegen, dass sie jeglichen Kontakt zu ihm verloren hätte. Sie erzählt, dass ihr Sohn in die 9. Klasse eines Gymnasiums geht und bereits während des ersten Lockdowns Anfang 2020 Schwierigkeiten mit der Lerngeschwindigkeit hatte. Ihr Sohn verbringe allerdings mehr Zeit mit Computerspielen, anstatt mit Lernen.

Während Frau M. berichtet wird deutlich, dass sie nicht nur besorgt ist, sondern auch Ärger und Enttäuschung verspürt. Für sie ist es schwer nachvollziehbar, warum ihr Sohn nicht all seine Energie ins Lernen steckt. Im Laufe des Beratungsprozesses wird Frau M. klar, dass die Situation durch die Coronapandemie ihrem Sohn das Lernen massiv erschwert. Sein Ausweg scheint derzeit das Computerspielen zu sein. Möglicherweise kann er dadurch den ganzen Schulstress vergessen und spürt etwas wie Entspannung und Erfolg. Sie merkt, dass viele Kontaktversuche zu ihrem Sohn scheiterten, weil sie zu sehr aus ihrem Ärger und ihrer Hilflosigkeit mit ihm sprach. Sie versucht nun mit mehr Verständnis ihren Sohn zu erreichen und ihm ihre Hilfe anzubieten.

Im Falle von Frau M. und ihrem Sohn haben diese Veränderungen in der Kommunikation bereits dazu geführt, dass sich die akute Stresssituation entspannt hat. Durch Interesse und Verständnis öffnet sich der Sohn seiner Mutter gegenüber und erklärt ihr, warum das Computerspielen in Zeiten der Coronapandemie so wichtig für ihn sei. Zusammen überlegen sie, wie die Lernschwierigkeiten gemildert werden könnten und erarbeiteten zusammen Mediennutzungsregeln.

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